Akupunktur

Akupunktur bedeutet die Manipulation von Körperpunkten und -regionen zum Setzen gezielter Heilimpulse. Dieses Verfahren wird in östlichen Kulturen seit Jahrhunderten angewandt. Seit einigen Jahrzehnten sind diese Techniken auch in Deutschland bekannt und werden mit unterschiedlichen Schwerpunkten von Therapeuten eingesetzt.

Die Akupunktur basiert auf einem körperinternen Meridiansystem. Die Meridiane sind Energiebahnen, die den ganzen Körper durchziehen und Energie aus der Nahrung und Atmung im Körper verteilen. Die Existenz der Meridiane konnte mithilfe von Wärmebildaufnahmen nach dem Einspritzen von Medikamenten an Akupunkturpunkten nachgewiesen und bildhaft dargestellt werden.

Krankheit wird im Kontext der östlichen Kulturen als Blockade der Energiebahnen angesehen, die mithilfe körperlicher Übungen, bestimmter Ernährung und der Stimulation entsprechender Akupunkturpunkte positiv beeinflusst werden kann. Ich arbeite indikationsbezogen mit verschiedenen Stimulationstechniken vor allem aus der japanischen Akupunktur. Diese zeichnet sich durch ihre besonders sanfte und nahezu schmerzfreie Form aus.

Ich bevorzuge vor allem bei Kindern und älteren Menschen die nichtinvasive Form der Streich- und Druckpunktbehandlung (Shonishin), sowie die Ohr- und Laserakupunktur.

Shonishin Akupunktur

Shonishin steht für die Akupunktur bei Babys und Kindern, aber auch bei älteren Menschen und Menschen mit Nadelangst. Diese in Japan in langer Tradition  stehende Technik ist absolut sanft und angenehm. Mittels einer Streichbehandlung wird der ganze Körper des Patienten in einen harmonischen und ausgeglichenen Zustand gebracht. Spezielle Akupunkturpunkte, sowie Areale und Reflexzonen des Körpers, werden sanft und zugleich nachhaltig stimuliert, was zu einem Gefühl tiefer Ruhe und Entspannung führt. Die meisten körperlichen, psychischen und seelischen Disharmonien können innerhalb von drei (bis maximal sechs-) Sitzungen behoben werden.

Bestimmte Zustände, für die sich Shonishin bei Säuglingen und Kindern bewährt haben sind:
  • KiSS-Syndrom (und jegliche Form von Assymetrien und segmentalen Dysfunktionen ),
  • Ess- und Verdauungsstörungen
  • Infektanfälligkeit
  • Schlafstörungen, Einschlaf- oder Durchschlafschwierigkeiten,
  • rezidivierende Blasenentzündungen, Bettnässen
  • Anspannung- oder Schlaffheitszustände (Hypertonus oder Hypotonus)
  • Aufmerksamkeitsstörungen (ADS/ADHS)
  • Probleme der Tiefenwahrnehmung, mangelndes Durchhaltevermögen
  • motorische Auffälligkeiten, Sprech- und Sprachstörungen
  • jegliche Form der „Entwicklungsverzögerung“
  • Erschöpfungszustände
  • Übergewicht
  • Neurodermitis, Allergien
  • Demenz und Alzheimer
  • u.v.m

 

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Shonishin bei allen Erkrankungen des respiratorischen Systems (Erkältungen, Infekte,…), des HNO-Bereiches (Halsentzündung, Otitis media,..), der Verdauung, der Haut (plus Allergien), bei neurologischen Störungen, Störungen des Bewegungsapparates, urologischen Störungen und Störungen der Sensorik (ADHS, Sprach-, Hörstörung,…), als sanfte, schmerz- und nebenwirkungsfreie Behandlungstechnik hervorragend geeignet ist, Menschen von ganz klein (Babys) bis zu ganz groß (Großmütter und -väter) in der Entwicklung zu unterstützen und festgefahrene Krankheitsprozesse wieder in Richtung Heilung zu bewegen.

Ohrakupunktur

Es gibt viele Mikrosysteme im menschlichen Körper in denen sich der Mensch als Ganzes abbildet und behandeln lässt. Ein sehr bekanntes Mikrosystem ist die Fußreflexzonenbehandlung, bei der über drücken und streichen spezieller Bereiche der Fußsohle, entsprechend zugeordnete Bereiche des Körper therapiert werden können.

Ein weiteres Mikrosystem ist die Ohrakupunktur, da sich in der Ohrmuschel der gesamte Körper abbildet und mittels therapeutischer Intervention behandeln lässt. Die Behandlung erfolgt mithilfe von Ohrnadeln, Dauernadeln oder magnetischen Klebepunkten, die einen Reiz auf das zugehörige Areal ausüben sollen. Bei der Ohrakupunktur ist oftmals ein direktes Feedback des Körpers in Form von Kribbeln oder Wärmephänomenen spürbar. Durch die Nutzung von Dauernadeln und Magnetklebern, lässt sich die Reizwirkung über einen längeren Zeitpunkt zum Wohle des Patienten ausdehnen.

Laserakupunktur

Die Laserakupunktur ist ein relativ neues therapeutisches Mittel, um Akupunkturpunkte mithilfe eines medizinischen Lasers zu stimulieren. Besonders hervorzuheben ist sicherlich die absolut schmerzfreie Anwendung. Laserakupunktur lässt sich überall dort einsetzen, wo auch die klassische Akupunktur zum Einsatz kommt mit demselben Effekt und denselben körperlichen Feedback-Phänomenen wie den Wärmeimpulsen und dem Spüren elektrischer Impulse entlang der Meridianverläufe.